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Das Kreuz Jesu

Die heiligste Reliquie des Christentums ist sicherlich das Kreuz, an dem Jesus starb.

Das Kreuz, an dem Jesus starb

Im Jahr 325 nach Christus entdeckte Helena, die Mutter Kaiser Konstantins die Reste dieses Kreuzes.

Die Chronisten nehmen an, dass Jesus im Jahr 30 n. Chr. gekreuzigt wurde. Er war von den jüdischen Hohenpriestern angeklagt und von dem römischen Präfekten Pontius Pilatus zum Tode verurteilt worden. Die Hinrichtungsstätte war der Hügel Golgatha, der nordwestlich von Jerusalem liegt. Schaut man in die Bibeltexte der unterschiedlichen Sprachen, so liest man, dass Jesus an einen hölzernen Pfahl gehängt wurde, so im griechischen Text, der von stauros spricht, oder manchmal auch von xylon, was Holz, Stab oder Baum bedeutet. Im 5. Buch Mose, Kapitel 21, 22 ff kann man lesen, dass ein ans Holz Gehängter ein von Gott Verfluchter ist.

In den Evangelien wird auch eine ans Kreuz angebrachte Tafel mit dem Namen und dem Vergehen des Verurteilten genannt. Die Inschrift laute tnach Markus 15,26 und Lukas 23,38 "König der Juden" und nach Johannes 19,19 "Jesus von Nazareth, der König der Juden. Alles natürlich in den drei im Heiligen Land seinerzeit gesprochenen Sprachen Latein, Hebräisch und Griechisch.

Jesus wurde nicht allein auf Golgatha gekreuzigt, sondern zusammen mit zwei Verbrechern. Insgesamt wurden an jenem Tag also drei Kreuze aufgestellt. In den historischen Quellen wird über das Verbleiben dieser Kreuze nicht berichtet.

Das Jesus Kreuz unter Kaiser Konstantin

Zunächst war das Kreuz auch nicht Symbol für den christlichen Glauben. Im Gegenteil, die ersten Christen mussten ihren Glauben verbergen und durften sich nicht mit Symbolen verraten.

Unter dem römischen Kaiser Konstantin wurde das Christentum jedoch aufgewertet. So kann man in den Schriften seines Biografen Bischof Eusebius von Caesarea lesen, dass Konstantin, der von 306 bis 337 Kaiser war, eine Vision hatte: er sah ein Kreuz in der Sonne, das die Inschrift "In diesem Zeichen siege" trug. Daraufhin, so wird erzählt, habe Konstantin ein Fahne mit dem Christusmonogramm besticken lassen. Und er gewann die nächste Schlacht im Machtkampf um Rom. Er besiegte im Jahr 312 seinen Schwager Maxentius in Rom an der Milvischen Brücke. Konstantin erbrachte - in Konsequenz seiner Überzeugung - am Folgetag kein Siegesopfer für den römischen Gott Jupiter, was an sich üblich gewesen wäre. Er kämpfte auch fortan im Zeichen des christlichen Kreuzes. Im Jahr 325 wurden von Konstantin das Konzil von Nicäa einberufen, auf dem Christentum der weitere Weg zur Staatsreligion geebnet wurde. Auf dem Konzil traf Konstantin den Bischof von Jerusalem, Makarius. Dieser brachte ihm die Stätten des Leidens Jesu durch Erzählungen näher. Konstantin war so angetan und befahl, das Grab Jesu freizulegen und dort eine Basilika zu errichten. Er sah die Chance, durch eine einheitliche Religion ein zersplittertes römisches Reich zu einen. Ein überzeugter Christ war er nicht, ließ sich auch erst kurz vor seinem Tod taufen.

Das Jesus Kreuz in Jerusalem

Konstantin schickte seine Mutter Helena nach Jerusalem, um die Arbeiten zu überwachen. Sie war Mitkaiserin und hatte sich schon vor längerer als Christin taufen lassen. Schon lange war es ihr Ziel gewesen, ins Heilige Land zu pilgern. Es wird auch überliefert, dass sie davon geträumt habe, das wahre Kreuz Christi zu finden. Die Legenda Aurea, eine mittelalterlicher Legende, spricht davon, dass Helena die jüdischen Bewohner Jerusalems dazu zwingen musste, das Versteck des Kreuzes zu verraten. Das dürfte jedoch sehr zweifelhaft sein, denn Kaiser Hadrian hatte in der Zeit seiner Regentschaft von 117 bis 138 n. Chr. die Juden in Jerusalem ermorden oder vertreiben lassen. Es lebten also kaum noch Menschen jüdischen Glaubens in Jerusalem. Kirchliche Geschichtsschreiber aus dem 4. und 5. Jahrhundert berichten, Helena habe gezielt nach dem Versteck des Kreuzes gesucht. Nicht weit von der Schädelstätte seien die Ausgräber auf drei Hölzer, die Tafel mit der Inschrift und vier Nägel gestoßen. Das wahre Kreuz sei durch die Schuldtafel, den Titulus gekennzeichnet gewesen - so berichtet jedenfalls Ambrosius.

Wie genau das seinerzeit gefundene Kreuz aussah, weiß man nicht. Es wird vermutet, dass es sich um einen Pfahl von etwa drei Metern Höhe gehandelt hat. An ihm war ein Querbalken befestigt. Ein Querbalken des Kreuzes vom guten Dieb ist erhalten. Dieser ist 1,78 Meter lang und 0,13 Meter breit. Die Titulus-Tafel existiert noch, allerdings nur eine Hälfte. Ob sie echt ist, weiß man allerdings nicht. Sie war aus Nussbaumholz gefertigt worden und ist, so, wie sie erhalten ist, 25 Zentimeter lang, 14 Zentimeter breit und 2,6 Zentimeter dick. Die Kreuzstücke, die man bisher untersucht hat, wurden aus Zypressenholz oder Kiefernholz hergestellt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass für den Kreuzstamm, den Querbalken und Titulus drei unterschiedliche Holzarten verwendet wurden. All diese Holzarten gibt es in Jerusalem.

Gefunden hatte man das Kreuz in einer alten Zisterne. Sie befindet sich heute unter der Grabeskirche. Heute ist sie unter dem Namen Kreuzauffindungsgrotte bekannt. Konstantin ließ hier die Grabeskirche und die Martyrion-Basilika errichten.

Helena überlegte gut, was sie mit dem Kreuz machen sollte. Sie teilte es in drei Teile. Ein Drittel nahm sie mit nach Rom, ein Drittel schickte sie ihrem Sohn nach Konstantinopel und das letzte Drittel ließ sie in Jerusalem. Helena kam es also nicht so sehr auf archäologische Vollständigkeit an, sondern für sie stand die göttliche Wirkung der Reliquie im Vordergrund.

Den in Jerusalem verbleibende Teil stellte man mit der Hälfte des Titulus in einem silbernen Schrein aus. Doch es blieb nicht für immer dort. Im Mai 614 n. Chr. wurde Jerusalem von den Persern unter General Sharbaraz eingenommen. Die byzantinischen Soldaten, die die Stadt bewachten, wurden vernichtend geschlagen. Es wurden die Priester getötet und die Kirchen geplündert. Auch der Schrein mit dem Kreuz wurde von den Persern erbeutet und nach Ktesiphon gebracht. Diese Stadt lag in der Nähe von Bagdad der heutigen Zeit.

In Konstantinopel herrschte zu jener Zeit Kaiser Heraklius. Er wurde vom Patriarch Sergios veranlasst, gegen die Perser zu Felde zu ziehen. Im Jahr 627 wurden die Perser mit ihrem König Chosrau II. besiegt. In Folge der Niederlage wurde in Persien um die Macht gekämpft. König Chosrau II wurde dabei getötet. Sein Nachfolger schloss mit Kaiser Heraklius einen Friedensvertrag, in dem er sich verpflichtete, alle besetzen Gebiete zur räumen, die Gefangenen freizulassen und alle Reliquien zurück zu geben, also auch das wahre Kreuz. Herakles persönlich brachte es am 3. Mai 629 zurück in die mittlerweile wieder aufgebaute Grabeskirche. Dazu ging er zusammen mit dem Patriarchen Zacharias von Golgatha aus barfuß. Der 14. September ist in Gedenken daran und an die Entdeckung des wahren Kreuzes durch Helena ein kirchlicher Feiertag, das Fest der Kreuzeserhöhung.

Doch das Kreuz war bald wieder in Gefahr. 638 wurde Jerusalem von Arabern muslimischen Glaubens besetzt. Diese ließen die Christen zunächst bei ihrer Glaubensausübung in Ruhe. Im Jahr 1009 jedoch machte sich der Fatimiden-Kalif al-Hakim daran, Christen und Juden zu verfolgen. ER zerstörte die Grabeskirche.

Kreuzzüge - Kreuzritter

Im Jahr 1098 war es dann Papst Urban II, der die abendländische Ritter zum ersten Kreuzzug und Befreiung Jerusalems aufrief. Am 15. Juli 1099 wurde Jerusalem von den Kreuzrittern in einer blutigen Schlacht zurückerobert. Gottfried von Bouillon befahl als neuer Herrscher, die Grabeskirche erneut aufzubauen. Er forschte zudem nach dem Verbleib des Kreuzes. Der Teil des wahren Kreuzes, der von Helena in Jerusalem belassen worden war, war im Jahr 638 durch den Patriarchen von Jerusalem in 19 Teile zerstückelt worden. Dies waren nach Konstantinopel, Antiochia, Kreta, Zypern, Georgien, Alexandria, Edessa, Damaskus und Askalon gesandt worden. Lediglich vier Teile des Kreuzes waren in Jerusalem verblieben.

Den größte Splitter dieser vier Teile nahmen die Kreuzritter nun zu allen ihren Kampfzügen mit und verehrten ihn als das wahre Kreuz. Doch die Zerteilung der Teile des Kreuzes ging weiter. Die Kreuzfahrer brachten sie nach Europa und verkauften sie zum Teil, um ihre Kriegszüge zu finanzieren.

In der Schlacht von Hattin, am 4. Juli 1187, wird das wahre Kreuz vom Bischof von Bethlehem als Schutz von den Kreuzrittern mitgeführt. Die Kreuzritter werden von den Moslems vernichtend geschlagen, das Kreuz gerät in Feindeshand und ist seitdem nicht mehr auffindbar.

Lediglich die armenischen Christen in Jerusalem besitzen auch heute noch drei Teile des Kreuzes. Sie werden in der Jakobskathedrale aufbewahrt. Der Titulus, also das erhaltende Teil, ist hingegen seit dem 7. Jahrhundert verschollen.

Was geschah mit dem Teil des Kreuzes, das Helena ihrem Sohn nach Konstantinopel sandte?

Diesen Reliquien hatte Kaiser Konstantin einen ganz besonderen Ort zugedacht. Er hatte das alte Byzanz durch viele Bauten neu aufleben lassen und es dann in Konstantinopel umbenannt. Im Zentrum des neuen Konstantinopels war das Milion erbaut worden. Es handelte sich dabei um einen Meilenstein, der das Maß aller Entfernungen im Reich darstellte. Das Milion war von vier Triumphbögen umgeben, die eine Kuppel, abstützen. Und oben auf der Kuppel war ein Reliquiar, das ein großes Teil des wahren Kreuzes enthielt. Konstantin und seine Nachfolger betrachteten sich als Stellvertreter Christi auf Erden. Bereits Konstantin hatte sich deshalb ein Denkmal erreichten lassen: sein Haupt auf dem Körper des griechischen Gottes Apollon. Das symbolisierte den göttlichen Teil in ihm. Die Statue trug in der Hand den Reichsapfel. In diesem befand sich ebenfalls eine Kreuzreliquie.

In den nachfolgenden Jahrhunderten wurden immer wieder Teile der des Kreuzes an Verbündete des byzantinischen Kaiserhauses verschenkt, so etwa an das Kloster von Poitiers oder an den Vatikan. Auch der Kreuzhalter, die Staurothek von Eszertgom, stammt von der Reliquie aus Konstantinopel.

Die byzantinischen Kaiser nahmen das wahre Kreuz als Symbol göttlicher Macht. Sie leiteten ihre Fähigkeit zu siegen und zu herrschen hiervon ab.

Am 13. April 1204 jedoch war es damit vorbei. Dann an diesem Tag eroberten die Kreuzritter Konstantinopel. Die Kreuzreliquien fielen in ihre Hände. Eine davon beherbergt heute der Kölner Dom. Im Jahr 1453 nahmen die Moslems Konstantinopel ein. Damit war der Reliquienschatz der byzantinischen Herrscher völlig verloren.

Was passierte mit dem Teil des Kreuzes und der Hälfte der Kreuzinschrift, den Helena in ihren Palast nach Rom brachte?

Helena ließ einen Raum ihres Palastes zu ihrer Privatkapelle umbauen. Dort wurde Erde des Kalvarienberges von Jerusalem verteilt. Hier wurde die Kreuzreliquie aufgestellt und von Helena verehrt. Sie lag in einem Goldschrein, der mit Edelsteinen besetzt war.

Als Helena gestorben war, schenkte ihr Sohn Konstantin den Palast der Kirche. Die Kirche gestaltete ihn später in eine Basilika um. Heute trägt sie den Namen Santa Croce in Gerusalemme, Vom Heiligen Kreuz in Jerusalem. Zunächst blieb das Kreuzfragment in der Kapelle der Helena. Im Jahr 1570 dann brachte man sie in einen Raum im Obergeschoss, weil die Feuchtigkeit in der Kapelle das Holz angegriffen hatte.

Die Reliquie diente nun dazu, die Gläubigen vom Balkon aus am Karfreitag und am 14. September, dem Tag der Kreuzeserhöhung, zu segnen. Im Jahr 1575 erklärte Papst Gregor XIII die Basilika zu den sieben Kirchen, die Pilger in den Heiligen Jahren aufsuchen sollten.

Papst Urban VII ließ die Kreuzesreliquie im Jahr 1629 in den Neubau des Petersdoms schaffen. Dort wurde ihr eine eigene Kapelle geweiht. Die Kreuzfragmente verblieben in Santa Croce und wurden dort in einem Reliquiar aufbewahrt. Heute wird dort auch der Titulus gezeigt, wobei die Wissenschaftler sich nicht einig sind, ob er echt ist, oder nicht. Dagegen spricht, dass in den Jahrhunderten Plünderungen durch die Vandalen, Goten, Normannen und Sarazenen stattgefunden haben. Er wurde zudem erst 1143 bei Umbauarbeiten in der Basilika entdeckt, dann aber wieder eingemauert. 1492 erblickte das Tageslicht ihn dann erst wieder. In diesem Jahr waren die Mauren aus Spanien vertrieben worden. Papst Alexander VI hatte jedenfalls seine Echtheit bestätigt.

Auch den in eine Mauer eingelassenen Teil vom Kreuz des guten Diebes kann man in der Santa Croce besichtigen.

Das Kreuz unter Karl dem Großen

Teile vom wahren Kreuz wurden in ganz Europa verteilt, an Verbündete, an Klöster und Kirchen. Kaiser Karl der Große sammelte ebenfalls eine beträchtliche Anzahl von Reliquien. Einen Teil des wahren Kreuzes bekam er vom Papst, so eine Hypothese. Eine andere besagt, dass er den Kreuzsplitter vom Patriarchen von Jerusalem erhalten habe. Und zwar zum Dank dafür, dass der Kaiser die Heilige Stadt unter seinen Schutz genommen hatte.

Der Kreuzpartikel wurde später in ein kreuzförmiges Reliquiar eingefasst. Dieses passte man in die Heilige Lanze ein, mit der der römische Soldat Longinus dem gekreuzigten Jesus die Seitenwunde zugefügt haben soll.

Es war Kaiser Konrad II, der die Lanze mit dem Kreuzpartikel in den Schaft des Reichskreuzes einarbeiten ließ. Konrad II herrschte von 1027 bis 1039. Das Reichskreuz war die Standarte des Heiligen Römischen Reiches. Sie begleitete den Kaiser und seine Nachfolger auf allen ihren Reisen.

Unter Kaiser Karl IV wurde das Reichskreuz im 14. Jahrhundert in die Burg Karlstein bei Prag gebracht, da er das Mitführen der Reichsstandarte für zu gefährlich hielt. Im Jahr 1796 kam die Longinuslanze nach Wien. Heute ist sie in der Wiener Hofburg ausgestellt.

Anzahl der Kreuzfragmente

Die Zahl der Kreuzteile, die über Europa und die Welt verteilt wurden, ist groß. Die Kreuzteile wurden nicht nur durch Teilung vermehrt, sondern auch durch Berührung. Man glaubt, das normales Holz durch die Berührung mit dem wahren Kreuz dessen Eigenschaften aufnehmen würde. Diese sog. Berührungsreliquien galten dann als ebenso heilig. Und schon bald konnte man viele der wahren Kreuzreliquien von den Berührungsreliquien nicht mehr unterscheiden. Im 19. Jahrhundert fertigte der Architekt Charles Rohaust de Fleury eine Liste aller größeren Kreuzfragmente in Europa an und berechnete die Gesamtmenge auf etwa 4000 Kubikzentimeter. Eine Berechnung von Michael Hesemann hatte 4500 Kubikzentimeter zum Ergebnis. Das komplette originale Kreuz dürfte ein Volumen von ca. 36.000 Kubikzentimetern gehabt haben.

Das Kreuz als christliches Symbol

Das Kreuz als Symbol gab es schon in steinzeitlichen Höhlenzeichnungen. Dort bildet es den Schnittpunkt von oben und unten und rechts und links. Das Kreuz war auch ein Symbol für die kosmische Weltachse, als Vermittler zwischen Himmel und Erde. Ein gleichschenkliges Kreuz innerhalb eines Kreises symbolisierte die vier Jahreszeiten und die Ewigkeit. In der Form der Swastika bzw. Hakenkreuz war es en Symbol für die Sonne und die vier Himmelsrichtungen Nord, Süd, West, Ost.

Das Kreuz ist ein Sinnbild für die Schöpfung und das Leben.

Im alten Ägypten war das Kreuz eine Hieroglyphe, Anch genannt. Dieses Henkelkreuz symbolisierte Leben und Wiedergeburt. Das Anch gilt als Verbindung des männlichen Kreuz und des weiblichen Kreis. Heute wird dieses Kreuz noch von der koptischen Kirche benutzt.

Die Christen nutzten zunächst den Fisch als Symbol, als Erkennungszeichen. Das griechische Wort Ichthys, was Fisch bedeutet, enthält alle Anfangsbuchstaben des Glaubensbekenntnisses, Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser.

Die ersten Christen nutzen ach das Staurogramm als Symbol. Es besteht aus den übereinandergestellten griechischen Buchstaben Tau und Rho, T und P. Sie kommen im griechischen Staurus, was Kreuz heißt, vor. Ein weiteres Symbol war das Christusmonogramm XP, Chi-Rho.

Eine Inschrift mit einem Kreuz auf einem christlichen Denkmal in Palmyra aus dem Jahr 134 dürfte die erste Darstellung des Kreuzes als christliches Symbol sein. Tertullian, ein Schriftsteller, der von etwa von 150 bis 235 lebte, beschrieb das Christentum als die Religion des Kreuzes.

Das Konzil von Ephesos führte im Jahr 431 offiziell das lateinische Kreuz, das noch heute übliche Hochkreuz, als Symbol des Christentums ein. Es steht für den Opfertod Jesus und die Verbundenheit der Menschen untereinander. Der waagrechte Balken steht für das Irdische, der senkrechte für das Göttliche. Es wird also die Verbindung von beidem symbolisiert. Jesus hat durch seinen Tod die Verbindung zwischen Gott und den Menschen wieder hergestellt, die seit dem Sündenfall nicht mehr bestanden hatte. Das Kreuz ist damit auch ein Symbol der Hoffnung und des Friedens.

Das umgekehrte Kreuz stellte früher den mit den Füßen nach oben gekreuzigten Apostel Petrus dar. Heute benutzen es die Satanisten und diejenigen, die das Christentum verspotten wollen.