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In der Moschee

Die Kirche der Muslime nennt sich Moschee

Die Moschee, auch Mescid genannt, ist ein Ort der Niederwerfung. Sie ist der Versammlungs- und Betort der Muslime.

Nach islamischem Verständnis gilt die ganze Welt als Moschee. Eine Moschee weist folgende Grundausstattung aus: ein Teppich, der den Boden bedeckt, eine Nische, Mihrab, für die Bestimmung der vorgeschriebenen Richtung nach Mekka. Diesen Zweck kann auch ein Gebetsteppich erfüllender dem Imam, dem Vorbeter als Gebetsunterlage dient. Schließlich findet man in jeder Moschee eine Mimbar, auf der der Imam die Hutba, die Freitagspredigt hält.
Im gleichen Raum oder in einem Nebenraum gibt es niedrige Lesepulte, auf die beim Koranunterreicht der Koran liegt. Dieser Raum ist nicht heilig, sondern er wird nur durch die Gebete geheiligt. Am Wichtigsten ist die rituelle Reinheit, die gegeben sein muss: der Raum darf unter keinen Umständen mit Straßenschuhen betreten werden!
Frauen haben einen abgetrennten Raum, damit die strikte Geschlechtertrennung auch beim Gebet eingehalten werden kann. Frauen können aber auch zu Hause beten oder es gibt manchmal spezielle Frauentrage.
Wird die Moschee betreten, so muss die Kleidung korrekt sein. Sie darf nicht die Figur betonen. Muslimische Frauen müssen so angezogen sein, dass nur Gesicht, Hände und Füße sichtbar sind.
Besucher sollten mit ihrer Kleidung Rücksicht auf die Vorstellung der Muslime nehmen. Langärmlige Oberbekleidung und Hosen bzw. lange Röcken sollten Pflicht sein. Manchmal wünschen Muslime, dass Frauen eine Kopfbedeckung tragen. Sie stellen dann die Kopftücher am Eingang der Moschee für Besucher zur Verfügung. Als Gast sitzt man möglichst weit hinter den Betenden – auf dem Boden. Männer sitzen im Schneidersitz, Frauen mit untergeschlagenen Beinen. Kann man aus gesundheitlichen Gründen nicht auf dem Boden sitzen, darf man um einen Stuhl bitten. Den Koran dürfen nichtislamische Besucher keinesfalls berühren, da auch das Buch als solches heilig für Muslime ist.
Klar ist, dass das Handy ausgeschaltet sein muss. Muslime sollte man keinesfalls als Mohammedaner bezeichnen.