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Hinduismus: Normen und Werte

Welche Regeln kennt der Hinduismus

Zum Hinduismus kann man nicht konvertieren, sondern nur als Hindu geboren werden. Der Hinduismus achtet andere Religionen und religiöse Stätten anderer Religionen. Ein Missionswesen gibt es nicht. An allen religiösen Stätten ist für Hindus Gott und das Göttliche vorhanden.

Grundbedingung hinduistischer Frömmigkeit ist die rituelle Reinheit. Unrein sind Fisch, Fleisch, Eier, Alkohol und Tabak, aber auch die Menstruation oder Schuhe.
Wird ein Kind geboren, so ist die gesamte Familie für 31 Tage unrein. Ein Todesfall macht die Familie ebenfalls für eine Zeitlang unrein.
Ungewaschene Hände sind rituell unrein. Man muss sie vor dem Essen und der Puja, dem Gottesdienst waschen.
Es ist ein Gebot für die Hindus mindestens am Dienstag und Freitag vegetarisch zu essen. Freitag ist der allgemeine Hindufeiertag und Dienstag der Ammantag für die Göttin Parvata/Durga. Dienstag und Freitag sind auch Fastentage, weil auch auf anderes als tierische Lebensmittel verzichtet wird.
Brahmanen unterliegen weitergehenden Reinheitsvorschriften. Sie dürfen kein Fleisch essen, nicht mit Fleisch handeln und keine Teller berühren, auf denen Fleisch lag.
Von Mitternacht an dürfen Hindus nichts Unreines zu sich genommen haben, um rituell rein zu sein. Es darf kein unreiner Zustand durch Geburt, Tod oder Menstruation eingetreten sein. Die Hindus müssen geduscht sein, Haare gewaschen haben und sauberer Kleidung tragen. Nur wenn rituelle Reinheit gegeben ist, darf ein Tempel betreten werden oder am Hausaltar gebetet werden.