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Buddhismus: Wert - Normen

Philosophie des Buddhismus

Der Buddhismus hat kein einheitliches heiliges Buch. Das Hauptziel ist die Überwindung der Lebensgier, aus dem Kreis der Wiedergeburten auszuscheiden und im Nirwana zu verwehen.

Im Buddhismus gelten alle Menschen als gleichwertig. Die hinduistischen Kasten lehnen die Buddhisten ab. Auch gegenüber Tieren hat der Buddhismus die ethische Haltung des Mitgefühls entwickelt. Jedes Lebewesen hat Buddha-Natur und darf darum nicht verletzt werden. Es gilt auch hier die urbuddhistische Ethik des Mitleidens und der Güte. Tiere werden als Vorstufe zum menschlichen Dasein angesehen. Zudem soll Buddha in einem früheren Leben ein Tier gewesen sein, so die Legende.
Als Folge der Lehre, dass kein Lebewesen geschädigt oder getötet werden darf, leben viele Buddhisten vegetarisch. Das ist aber im Buddhismus nicht vorgeschrieben, auch nicht für Mönche.

Dhamma

Dhamma ist alles, was Buddha gelehrt hat. Dhamma ist also die Lehre Buddhas. Das Zentrum der Dhamma bilden die „Vier Edlen Wahrheiten“ vom Leiden und der „Edle Achtfache Pfad“, der zur Überwindung der Leiden führt.  Aber Dhamma ist weitreichender. Es existiert nicht lediglich ein zentrales heiliges Buch, wie etwa die Bibel, sondern eine Bibliothek von Werken. Dhamma wird als Einheit betrachtet. Aufgabe der Mönche ist es, Dhamme zu lehren und zu erklären.