Sie befinden sich hier:

Buddhistische Tempel, Kloster

Buddhistische Pagode, buddhistischer Wat

Ein buddhistischer Tempel, eine Pagode oder Wat ist meist nicht nur Ort religiöser Versammlung, sondern auch ein Wohnort der Mönche, eine Art Kloster.

Dort finden Unterweisungen in der buddhistischen Lehre, der Dhamma, in Meditation und Kultur statt.
Die buddhistischen Tempel und Kloster, in denen die buddhistischen Rituale abgehalten werden, haben im Zentrum eine Halle mit einem oder mehreren Buddhas. Diese sind von Gaben umgeben.
Ein Tempel, eine Pagode oder Wat ist für alle Menschen offen. Wenn im Tempel dauern Mönche leben, so halten diese morgens und abends Chanting: sie rezitieren heilige Texte. Außerdem meditieren sie. Diese Rituale dürfen von allen Besuchern mit begangen werden. Keiner wird danach fragen, ob man Buddhist ist. Dem liegt die Anschauung zugrunde, dass die buddhistische Lehre für alle bestimmt ist. Als Besucher darf man aber auch lediglich zusehen. Wenn Weihwasser von einem Mönch versprengt wird, sollten aber auch die nur Zuschauer den Kopf in Respekt senken. Es ist allerdings nicht notwendig, mit dem Kopf den Boden zu berühren. Manche Thais verfahren hingegen so.
Einen buddhistischen Tempel betritt man mit angemessener, langer Kleidung. Die anwesenden Mönche werden begrüßt. Thai-Mönche werden von Buddhisten mit einer dreimaligen Verbeugung begrüßt. Westliche Besucher müssen dies nicht, können aber so verfahren. Sind mehrere Mönche anwesend, so wird der ranghöchste Mönch zuerst begrüßt. Der ranghöchste Mönch sitzt immer ganz links, meistens dem Buddha am nächsten. Die weiteren Mönche sitzen mit abnehmendem Rang neben ihm. Das erste Gespräch wird immer mit dem ranghöchsten Mönch geführt.
Im tibetischen Kloster sitzt man im Schneidersitz. Im thai-buddhistischen Wat sitzt man mit untergeschlagenen Beinen. Die Männer haben ein Bein neben dem Gesäß, die Frauen müssen die Beine geschlossen haben. Im Schneidersitz zu sitzen ist eine unhöfliche Geste. Toleriert werden von westlichen Besuchern allerdings auch bequeme Sitzhaltungen, solange man die Fußsohlen nicht gegen einen Buddha oder Mönch richtet. Es gibt keine Sitztrennung zwischen Männern und Frauen. Man darf auch den Raum in Ruhe anschauen. Kultgegenstände dürfen nicht berührt werden, keinesfalls darf der Altar betreten oder berührt werden.
Gäste bringen den Mönchen Gaben, wie Essen, alkoholfreie Getränke und Bedarfsgegenstände. Diese Gaben müssen mit beiden Händen übergeben werden. Frauen müssen die Gaben auf ein Tuch legen, weil ein Mönch keine direkte oder indirekte Berührung mit einer Frau haben darf. Der Mönch nimmt die Gabe dann vom Tuch auf.